\story{Ich fass ihn an, wie es mir gefällt}

Lange Zeit fand ich es nicht so toll, Penisse anzufassen. Ich hatte
verinnerlicht, dass es darum geht, ihn zu \quote{wichsen} – möglichst
schnell, gleichmäßig und mit genug Druck. Das Ziel war der Orgasmus. Und
das war Arbeit, kein Spaß. Mein Arm hat durch die repetitive Bewegung
schnell wehgetan. Manchmal habe ich die Hand gewechselt, aber mit links
ging es auch nicht besser. Wenn er dann gekommen ist, war ich emotional
gar nicht bei ihm; ich war bei meinem schmerzenden Arm und einfach nur
froh, dass ich es geschafft hatte.

Irgendwann habe ich damit aufgehört. Ich weiß gar nicht genau, wie es
dazu kam – ich glaube, durch mehr Selbstbewusstsein, den Mut, frech zu
sein, und auch durch Gespräche mit Männern.\\
Ich habe angefangen zu
spielen. Ich habe andere Berührungen ausprobiert: Zupfen, Drehen,
Drücken, Ziehen, Tappen. Dabei habe ich vor allem auf mich geachtet:
Was macht mir Spaß? Worauf bin ich neugierig? Was fühlt sich für mich
interessant an?\\
Und wenn er dabei nicht kommt und noch gerne super
schnelle, harte Stimulation möchte, darf er es sich gerne selbst
besorgen.

\question{Hast du schon mal einen Handjob als \quote{Ersatz} angeboten, als du eigentlich keine Lust auf Sex hattest?}
\Zeilen{15}

\question{Stell dir vor, du betrachtest einen Penis wie eine Außerirdische, die noch nie eine \quote{Gebrauchsanweisung} dafür gelesen hat. Was würdest du als Erstes testen, nur um zu sehen, wie die Textur auf deine Finger reagiert?}
\Zeilen{14}

\question{Wie gefällt dir die Vorstellung, nur zu deiner Freude mit einem Penis zu spielen? Was glaubst du, wie es ankommen würde, wenn du dieses Spiel vorschlägst? Glaubst du es würde dir leicht oder schwer fallen, wirklich bei deinem Genuss zu bleiben?}
\Zeilen{14}
